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Teilen hilft die Welt zu heilen

Erstellt von Thomas Sommer

15. Mai 2017

Unzählige Rezepte, zum Wohl unserer Welt werden heute angepriesen. Einige bewerben erprobte und bewährte Methoden. Andere begnügen sich damit, ihre Theorien als Heilmittel zu verkaufen. Die meisten Dinge, welche die Welt tatsächlich etwas besser gemacht haben, haben dabei etwas gemeinsam. Sie bauen darauf, das Gute mit anderen zu teilen.

 

Das Teilen hat auf vielen Ebenen eine Wirkung

Ganz naheliegend ist es natürlich, materielle Dinge zu teilen. Das kann darin bestehen, Geld für eine gute Sache zu spenden oder damit einen bedürftigen Bekannten zu unterstützen. Jemand kann sein geräumiges Haus anbieten, damit mittellose Familien günstig Ferien machen können. Dem Nachbarn können Werkzeuge geliehen werden oder den Minibus kostenlos der Kirche zur Verfügung gestellt werden. Wer zwei Fahrräder hat, kann eines verschenken oder jemandem für eine Zeit ausleihen. Die Möglichkeiten sind unbeschränkt.

Interessant ist, dass solche Handlungen weit mehr bewirken, als jemandem materiell unter die Arme zu greifen. Durch das Teilen erstarken Beziehungen. Teilen drückt aus, dass wir einander brauchen und füreinander da sind. Es ist eine direkte Kampfansage an den heute vorherrschenden Individualismus, welcher unzählige Menschen in die Einsamkeit drängt.

Das investieren von Zeit ist eine andere Form des Teilens. Verbringe ich Zeit mit einem Arbeitskollegen, teile ich mit ihm ein sehr wertvolles Gut – und er gleichzeitig auch mit mir. Am intensivsten kommt dies in Ehen und Familien zum Ausdruck. Dort wird wortwörtlich das Leben miteinander geteilt. Durch dieses Teilen gewinnt das eigene Leben erst richtig an Bedeutung.

 

Teilen als Heilmittel für die Gemeinschaft

Eine Gemeinschaft, welche den Wert des Teilens nicht erkannt hat, züchtet Individualismus, Isoliertheit und Einsamkeit – Dinge, welche wir mehr als zur Genüge kennen. Menschen die niemanden haben, um über ihre Probleme zu sprechen, geben viel Geld für einen Psychiater aus. Dieser ist zwar durch seine Fachkompetenz eine grosse Hilfe, macht letztlich aber doch „nur“ seinen Job. Der Psychiater ist nicht genug. Wir brauchen jemanden, der sich selbst mit uns teilt. Wir brauchen Freunde.

Der Nachbar, der mir seinen Rasenmäher kostenlos anbietet, reicht mir gleichzeitig auch die Hand der Freundschaft. Die Freunde, die mir freiwillig bei meinem Umzug helfen, drücken damit aus, Teil meines Lebens zu sein. Auch wenn es ein ungesundes Teilen gibt, welches nach einer Gegenleistung in irgendeiner Form verlangt, dürfen wir die heilende Kraft des Teilens nicht unterschätzen.

Die höchste Form von Teilen erkennen wir in selbstloser Hingabe.

 

Gott ist Vorbild im Teilen

Gott selbst zeigt uns die tiefe Bedeutung des hingebungsvollen Teilens. In Jesus Christus wurde Gott Mensch. Als Baby wurde er unter ärmsten Verhältnissen in diese Welt geboren, schutzlos und zu 100% auf die Fürsorge erwachsener Menschen angewiesen. Gott tat dies, um seine Herrlichkeit mit uns Menschen zu teilen. Indem Gott Mensch wurde, kam der Himmel auf die Erde. Eine neue Ära brach an, in welcher wir teilhaben können an allem Guten, welches Gott bereithält.

Natürlich leben wir in einer Welt, welche durch Kriege, Hungersnöte und Krankheiten gezeichnet ist. Doch die göttliche Kraft und das übernatürliche Leben, welches Gott schon jetzt und hier mit uns teilt, machen einen riesigen Unterschied.

Gott will den Himmel mit uns teilen. Schon jetzt in Bruchstücken, in der Ewigkeit in ganzer Fülle. Leider nehmen viele Menschen nicht an, was Gott mit uns teilen will. Sie haben keinen Zugang zu Jesus und damit keine Ahnung vom grössten aller Geschenke. Andere haben zwar Jesus angenommen, verzichten aber aus irgendwelchen Gründen, täglich zu empfangen, was Gott uns anbietet.

Teilen hilft die Welt zu heilen! Dies bedingt natürlich, dass wir bereit sind, unser ganzes Leben mit anderen zu teilen. Was aber noch wichtiger ist: Wir müssen annehmen, was Gott mit uns teilen will – jeden Tag aufs Neue!

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